UVV Prüfung Checkliste für Unternehmer 2026

Autor, Sicherheitsexperte

Inhaltsverzeichnis

Zuletzt aktualisiert: 21. August 2026

Was ist die UVV-Prüfung und warum ist sie für Unternehmer Pflicht?

Die uvv prüfung checkliste ist das zentrale Instrument, mit dem Unternehmer nachweisen, dass ihre Fahrzeuge und Betriebsmittel sicher eingesetzt werden. Die UVV-Prüfung ist die regelmäßige, dokumentierte Überprüfung von Fahrzeugen und Arbeitsmitteln auf Betriebs- und Verkehrssicherheit, die der Arbeitgeber als Halter gemäß den geltenden Unfallverhütungsvorschriften zu veranlassen hat. Sie dient dem Schutz von Beschäftigten, der Öffentlichkeit und dem Unternehmen selbst.

Gesetzliche Grundlagen: Arbeitsschutzgesetz, DGUV Vorschrift 70 und BetrSichV

Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) verpflichtet Arbeitgeber, Gefährdungen zu beurteilen und Schutzmaßnahmen zu treffen. Die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) konkretisiert dies für Arbeitsmittel: Prüfungen sind in Art, Umfang und Fristen festzulegen und zu dokumentieren.

Für betriebliche Fahrzeuge gilt die DGUV Vorschrift 70 („Fahrzeuge“) als verbindliche Unfallverhütungsvorschrift. Sie legt fest, dass Fahrzeuge vor der ersten Inbetriebnahme und danach in regelmäßigen Abständen durch eine befähigte Person geprüft werden müssen. Der DGUV Grundsatz 314-003 gibt ergänzende technische Hinweise für Flurförderzeuge. Wer diese Rechtsquellen ignoriert, riskiert Bußgelder, den Verlust des Versicherungsschutzes und strafrechtliche Konsequenzen.

Halterverantwortung und Haftungsrisiko bei versäumten Prüfungen

Die Fahrzeughalterhaftung trifft den Unternehmer persönlich. Kommt es zu einem Unfall mit einem Fahrzeug, dessen Prüfprotokoll fehlt oder veraltet ist, kann die Berufsgenossenschaft Regressansprüche geltend machen. Zivilrechtlich haftet der Halter für Schäden aus dem Einsatz nicht ordnungsgemäß geprüfter Arbeitsmittel.

Achtung
Fehlende Prüfnachweise führen nicht nur zu Bußgeldern: Im Schadensfall kann der Versicherungsschutz vollständig entfallen. Das Haftungsrisiko trägt dann der Unternehmer persönlich.

Die Halterverantwortung lässt sich delegieren, aber nicht abgeben.

Prüffristen Betriebsmittel Tabelle: Welche Fristen gelten 2026?

Die Prüffristen richten sich nach dem jeweiligen Betriebsmittel, der Nutzungsintensität und den Vorgaben der zuständigen Berufsgenossenschaft:

Betriebsmittel Prüfintervall Rechtsgrundlage Prüfer
Betriebliche Fahrzeuge (Pkw, Lkw) Jährlich DGUV Vorschrift 70 Befähigte Person
Flurförderzeuge (Gabelstapler) Jährlich DGUV Grundsatz 314-003 Befähigte Person / Sachkundiger
Elektro-Flurförderzeuge Jährlich + Batterie-Check DGUV Vorschrift 70, VDE-Normen Elektrofachkraft
Arbeitsbühnen / Hebebühnen Jährlich BetrSichV, DGUV Vorschrift 68 Zugelassene Überwachungsstelle
Krane Jährlich BetrSichV, DGUV Vorschrift 52 Zugelassene Überwachungsstelle
Leitern und Tritte Jährlich (mind.) DGUV Regel 108-007 Befähigte Person
Elektrische Betriebsmittel Ortsveränderlich: 6-24 Monate DGUV Vorschrift 3 Elektrofachkraft

Der Prüfzyklus kann bei erhöhter Beanspruchung oder nach Reparaturen verkürzt werden. Die Gefährdungsbeurteilung des Unternehmers ist dabei maßgeblich.

Wichtige Erkenntnis
Der Prüfzyklus ist keine fixe Vorgabe, die man einmal einstellt und vergisst. Intensiver Einsatz, Reparaturen oder Mängelbefunde verkürzen den nächsten Prüftermin automatisch.

UVV Prüfung Checkliste: Schritt für Schritt durch den Prüfprozess

Eine strukturierte uvv prüfung checkliste folgt immer demselben Grundprinzip: Sichtprüfung zuerst, Funktionsprüfung danach, Dokumentation abschließend.

Ein Techniker in Arbeitsschutzkleidung und Warnweste prüft mit Klemmbrett und Checkliste einen gelben Gabelstapler in einer hellen Lagerhalle mit Hochregalen im Hintergrund
Ein Techniker in Arbeitsschutzkleidung und Warnweste prüft mit Klemmbrett und Checkliste einen gelben Gabelstapler in einer hellen Lagerhalle mit Hochregalen im Hintergrund

Sichtprüfung: Äußerlicher Fahrzeug- und Betriebsmittelzustand

Die Sichtprüfung erfasst den äußerlichen Fahrzeugzustand und bildet die Grundlage jeder UVV-Prüfung:

  • Karosserie und Rahmen: sichtbare Risse, Verformungen, Korrosion
  • Bereifung: Profiltiefe, Reifendruck, Beschädigungen
  • Beleuchtungsanlage: Scheinwerfer, Blinker, Brems- und Rücklichter
  • Spiegel und Scheiben: Vollständigkeit, Sichtfreiheit, Beschädigungen
  • Sicherheitsgurte: Funktion, Verschleiß, Verankerungen
  • Flüssigkeitsstände: Motoröl, Kühlmittel, Bremsflüssigkeit
  • Leckagen: Öl, Kraftstoff, Hydraulikflüssigkeit unter dem Fahrzeug
  • Kennzeichnung: Prüfplakette vorhanden und aktuell

Ein häufiger Fehler: Die Sichtprüfung wird zu schnell durchgeführt, weil der Prüfer das Fahrzeug „kennt“. Gerade bei täglich genutzten Betriebsmitteln schleichen sich Mängel schrittweise ein.

Funktionsprüfung: Sicherheitsrelevante Systeme und Baugruppen

Nach der Sichtprüfung folgt die Funktionsprüfung der sicherheitsrelevanten Systeme:

  • Bremsen: Betriebsbremse, Feststellbremse, Bremswirkung
  • Lenkung: Lenkspiel, Leichtgängigkeit
  • Signalanlage: Hupe, akustische Warnsignale
  • Hubeinrichtung (bei Flurförderzeugen): Hubmast, Gabelzinken, Hydraulik
  • Sicherheitseinrichtungen: Not-Aus, Totmann-Schalter, Überlastschutz
  • Fahrantrieb: Anfahrverhalten, Gangwechsel
  • Elektrische Anlage: Ladezustand, Kabelführung, Sicherungen

Jeder Befund wird im Mängelbericht festgehalten. Kleinmängel erhalten eine Frist zur Behebung, sicherheitskritische Mängel führen zu sofortigem Betriebsverbot.

Besondere Anforderungen bei E-Fahrzeugen und Elektro-Flurförderzeugen

Elektrofahrzeuge erfordern zusätzliche Prüfschritte, die eine reguläre befähigte Person ohne Zusatzqualifikation nicht durchführen darf. Für Elektro-Flurförderzeuge und betriebliche E-Fahrzeuge sind folgende Punkte zusätzlich zu prüfen:

  • Batterie und Ladeeinrichtung: Zustand, Kapazität, Beschädigungen
  • Hochvoltleitungen: Isolationszustand, Kabelführung, Steckverbindungen
  • Kühlsystem der Batterie: Funktion, Leckagen
  • Ladekabel und Wallbox: Zustand, Steckerverriegelung, Schutzleiterprüfung
  • Rekuperationssystem: Funktion und Bremswirkung
  • Brandschutzausstattung: geeignete Löschmittel für Lithium-Ionen-Brände

Laut den technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS) sind für Arbeiten an Hochvoltkomponenten ausschließlich entsprechend qualifizierte Elektrofachkräfte zugelassen.

Befähigte Person UVV: Wer darf die Prüfung durchführen?

Die Frage, wer eine UVV-Prüfung durchführen darf, wird häufig falsch beantwortet. Viele Unternehmen übertragen Prüfaufgaben an erfahrene, aber nicht qualifizierte Mitarbeiter – mit erheblichen Haftungsfolgen.

Definition: Befähigte Person nach BetrSichV

Die Befähigte Person ist in § 2 Abs. 6 der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) legal definiert: Eine Person, die durch ihre Berufsausbildung, ihre Berufserfahrung und ihre zeitnahe berufliche Tätigkeit über die erforderlichen Fachkenntnisse zur Prüfung des jeweiligen Arbeitsmittels verfügt. Diese drei Merkmale müssen kumulativ vorliegen: (1) eine einschlägige abgeschlossene Berufsausbildung oder ein entsprechendes Studium, (2) praktische Erfahrung im Umgang mit dem zu prüfenden Betriebsmittel, und (3) aktuelle berufliche Tätigkeit in diesem Bereich.

Prüferkategorien: Wer darf was prüfen?

Prüferkategorie Typische Qualifikation Prüfberechtigung
Befähigte Person (allgemein) Kfz-Meister, Techniker mit aktueller Berufspraxis Fahrzeuge nach DGUV Vorschrift 70, allgemeine Arbeitsmittel
Sachkundiger für Flurförderzeuge Anerkannte Sachkundigenausbildung Gabelstapler, Elektro-Flurförderzeuge (mechanisch)
Elektrofachkraft Abgeschlossene elektrotechnische Ausbildung, aktuelle Tätigkeit Elektrische Betriebsmittel, Hochvoltkomponenten
Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFffT) Unterwiesene Person mit begrenztem Aufgabenfeld Nur klar definierte, begrenzte Prüftätigkeiten
Zugelassene Überwachungsstelle (ZÜS) Staatlich anerkannte Prüforganisation (TÜV, DEKRA, GTÜ) Überwachungsbedürftige Anlagen: Krane, Hebebühnen
Achtung
Ein Mitarbeiter, der täglich mit dem Gabelstapler arbeitet, ist kein Sachkundiger. Betriebserfahrung ersetzt keine anerkannte Qualifikation. Im Schadensfall prüft die Berufsgenossenschaft die Qualifikationsnachweise des Prüfers.

Qualifikationsnachweis: Was muss dokumentiert sein?

Der Unternehmer muss sicherstellen, dass die prüfende Person qualifiziert ist und dies nachweisen kann. Im Prüfprotokoll sind mindestens anzugeben: Name der prüfenden Person, Art der Qualifikation (z. B. „Kfz-Meister, Meisterbrief Nr. …“) und Datum der letzten einschlägigen Fortbildung. Fehlt dieser Nachweis, gilt die Prüfung im Streitfall als nicht ordnungsgemäß durchgeführt.

Haftungsfreistellung durch rechtssichere Delegation

Der Unternehmer als Halter trägt die originäre Verantwortung für die ordnungsgemäße Durchführung der UVV-Prüfungen. Diese Verantwortung kann delegiert werden – aber nur unter bestimmten Voraussetzungen entfaltet die Delegation tatsächlich haftungsbefreiende Wirkung.

Die vier Voraussetzungen einer rechtswirksamen Delegation:

  1. Schriftlichkeit: Die Übertragung der Prüfpflicht muss schriftlich erfolgen mit Datum und Unterschriften beider Parteien.

  2. Konkrete Aufgabenbeschreibung: Das Dokument muss konkret benennen: Welche Betriebsmittel? Welche Prüffristen? Welche Dokumentationspflichten?

  3. Nachgewiesene Qualifikation des Delegierten: Der Unternehmer muss sich vor der Delegation vergewissern, dass die beauftragte Person die erforderliche Qualifikation besitzt – und dies dokumentieren.

  4. Laufende Überwachungspflicht: Der Unternehmer muss in angemessenen Abständen kontrollieren, ob die delegierte Person ihre Aufgaben erfüllt. Diese Kontrolle muss dokumentiert werden.

Delegation an externe Dienstleister:

Wird die Prüfpflicht an einen externen Dienstleister übertragen, sollte der Dienstleistungsvertrag folgende Punkte regeln: Haftungsübernahme des Dienstleisters für Prüffehler, Nachweis einer ausreichenden Betriebshaftpflichtversicherung, Verpflichtung zur Vorlage von Qualifikationsnachweisen der eingesetzten Prüfer und Regelung zur Übergabe der Prüfprotokolle.

Profi-Tipp
Externe Dienstleister für UVV-Prüfungen sollten ihre aktuellen Qualifikationsnachweise und den Nachweis einer Betriebshaftpflichtversicherung unaufgefordert vorlegen. Verlangen Sie diese Unterlagen vor Vertragsschluss.

Was die Delegation nicht leistet:

Selbst eine rechtswirksame Delegation schützt den Geschäftsführer nicht vor strafrechtlicher Verantwortung, wenn er von Missständen wusste oder hätte wissen müssen. Die Überwachungspflicht bleibt – sie wird durch die Delegation lediglich auf ein zumutbares Maß reduziert.

Die DGUV Vorschrift 70 und zugehörige Durchführungsanweisungen sowie die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) bilden die rechtliche Grundlage für die Anforderungen an befähigte Personen und die Delegationsverantwortung des Unternehmers.

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UVV Prüfprotokoll Vorlage: Dokumentation, die vor Gericht standhält

Das Prüfprotokoll ist der einzige Beweis, dass eine UVV-Prüfung stattgefunden hat. Eine rechtssichere Dokumentationspflicht erfüllt das Protokoll nur, wenn es vollständig, nachvollziehbar und fälschungssicher ist.

Nahaufnahme eines Arbeitssicherheitsexperten im Businesshemd, der an einem aufgeräumten Schreibtisch ein ausgefülltes Prüfprotokoll mit Stempel und Unterschrift abzeichnet, warmes Bürolicht
Nahaufnahme eines Arbeitssicherheitsexperten im Businesshemd, der an einem aufgeräumten Schreibtisch ein ausgefülltes Prüfprotokoll mit Stempel und Unterschrift abzeichnet, warmes Bürolicht

Ein rechtssicheres UVV Prüfprotokoll Vorlage-Dokument enthält mindestens:

  • Fahrzeug- oder Betriebsmittelidentifikation: Typ, Hersteller, Seriennummer, Kennzeichen
  • Datum und Uhrzeit der Prüfung
  • Name und Qualifikation der prüfenden Person
  • Prüfgrundlage: DGUV Vorschrift 70, BetrSichV, DGUV Grundsatz 314-003
  • Ergebnis der Sichtprüfung: Befunde mit konkreter Beschreibung
  • Ergebnis der Funktionsprüfung: geprüfte Systeme, Befunde
  • Mängelbericht: Art des Mangels, Sicherheitsrelevanz, Frist zur Behebung
  • Gesamturteil: bestanden / Mängel beheben / sofortiges Betriebsverbot
  • Prüfnachweis: Unterschrift der prüfenden Person, Stempel
  • Prüfplakette: Nummer und Gültigkeitsdatum

Prüfberichte sind mindestens bis zur nächsten Prüfung aufzubewahren, empfohlen wird eine Aufbewahrungsfrist von mindestens fünf Jahren.

Digitale Dokumentation und Integration in das Fuhrparkmanagement

Papierprotokolle gehen verloren und ermöglichen keine automatische Fristüberwachung. Digitale Fuhrparkmanagement-Lösungen bieten: (1) zentrale Prüfdatenbank mit fahrzeugbezogenen, revisionssicher gespeicherten Berichten, (2) automatische Fristenüberwachung mit Benachrichtigungen, (3) Qualifikationsverwaltung mit Zertifikatsprüfung, (4) Mängelmanagement bis zur Behebung und (5) Schnittstellen zu bestehenden ERP-Systemen.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) stellt Orientierungshilfen zur digitalen Dokumentation von Prüfpflichten bereit.

UVV Prüfung Kosten: Was Unternehmen realistisch einplanen sollten

Die UVV Prüfung Kosten setzen sich aus direkten und indirekten Blöcken zusammen. Externe Dienstleister berechnen für die Prüfung eines einzelnen Pkw oder leichten Nutzfahrzeugs nach DGUV Vorschrift 70 typischerweise 50 bis 120 Euro pro Fahrzeug, abhängig von Fahrzeugtyp und Anfahrtskosten. Flurförderzeuge liegen durch den höheren Prüfaufwand typischerweise höher. Bei interner Prüfung entfallen externe Honorare, entstehen aber Personalkosten für Prüfzeit sowie Kosten für Qualifizierung und Fortbildung des Prüfers.

Indirekte Kosten werden häufig unterschätzt: Fahrzeugstillstand während der Prüfung, Vorbereitung und Koordination, Mängelbehebung und Dokumentationsaufwand.

Kostenvergleich: Intern vs. extern vs. digital

Prüfmodell Typische Stärken Typische Schwächen
Interne befähigte Person Niedrige Stückkosten bei großer Flotte Qualifikationsaufwand, Ausfall bei Personalwechsel
Externer Dienstleister Qualifikation garantiert, keine interne Bindung Höhere Stückkosten, Koordinationsaufwand
Digitale Fuhrparklösung + externer Prüfer Revisionssichere Dokumentation, automatische Fristen Implementierungsaufwand, laufende Lizenzkosten

Was wirklich teuer wird: Die Kosten des Nichthandelns

Folgende Kostenblöcke entstehen, wenn UVV-Prüfungen versäumt werden: Bußgelder bei Verstößen gegen die BetrSichV, Regressforderungen der Berufsgenossenschaft bei Arbeitsunfällen mit nicht ordnungsgemäß geprüften Betriebsmitteln, zivilrechtliche Haftung für Drittschäden ohne Versicherungsschutz und Betriebsunterbrechung durch Unfälle oder behördliche Stilllegung.

Wichtige Erkenntnis
Die Frage lautet nicht: „Was kostet die UVV-Prüfung?“ Die richtige Frage lautet: „Was kostet es, sie nicht durchzuführen?“ Der zweite Betrag ist in jedem realistischen Szenario höher.

Praktische Empfehlung zur Kostenkontrolle

Für Betriebe mit mehr als zehn Betriebsmitteln lohnt sich eine strukturierte Jahresplanung: Alle Prüftermine werden zu Jahresbeginn gebündelt geplant, externe Dienstleister können so Kapazitäten reservieren und Mengenrabatte sind verhandelbar. Betriebe mit gemischten Flotten sollten die Hochvolt-Prüfung separat beauftragen – die Qualifikationsanforderungen sind grundlegend verschieden.

ATS Consulting + Training GmbH bietet unverbindliche Erstgespräche an, in denen der tatsächliche Prüfaufwand für Ihren Betrieb realistisch eingeschätzt wird.

UVV Prüfung Checkliste für Unternehmer: Die häufigsten Fehler vermeiden

Die uvv prüfung checkliste für unternehmer scheitert in der Praxis meist an vermeidbaren Organisationsfehlern:

Fehler 1: Prüffristen werden nicht systematisch überwacht.
Viele Betriebe verlassen sich auf das Gedächtnis einzelner Mitarbeiter. Lösung: Fristen im Kalender oder in einer Fuhrparksoftware hinterlegen.

Fehler 2: Die Qualifikation des Prüfers wird nicht dokumentiert.
Die Qualifikation muss nachweisbar sein und im Prüfprotokoll festgehalten werden. Fehlt dieser Nachweis, gilt die Prüfung im Streitfall als nicht durchgeführt.

Fehler 3: Mängel werden notiert, aber nicht verfolgt.
Ein Mängelbericht ohne Fristsetzung und Abzeichnung der Behebung ist wertlos.

Fehler 4: E-Fahrzeuge werden wie konventionelle Fahrzeuge geprüft.
Hochvoltkomponenten erfordern eine Elektrofachkraft. Wer diese Prüfung einem nicht qualifizierten Mitarbeiter überträgt, schafft ein erhebliches Haftungsrisiko.

Fehler 5: Die Delegation der Prüfpflicht erfolgt mündlich.
Mündliche Absprachen entfalten keine haftungsbefreiende Wirkung. Die Übertragung muss schriftlich erfolgen.

Fehler 6: Prüfprotokolle werden nicht aufbewahrt.
Ohne Prüfnachweis gibt es im Schadensfall keine Rechtssicherheit.

Achtung
Mündliche Delegationen von Prüfpflichten schützen Geschäftsführer nicht vor Haftung. Im Schadensfall zählt nur, was schriftlich dokumentiert ist.

Die DGUV Vorschrift 70 und zugehörige Durchführungsanweisungen geben konkrete Hinweise, welche Dokumentationsanforderungen im Einzelfall gelten.

Fazit: Rechtssicherheit durch strukturierte UVV-Prüfprozesse

Eine lückenhafte UVV-Prüfung ist ein kalkulierbares Haftungsrisiko, das Unternehmer täglich eingehen, ohne es zu merken. Mit einer strukturierten uvv prüfung checkliste, klaren Zuständigkeiten und einer rechtssicheren Dokumentation lässt sich dieses Risiko vollständig kontrollieren.

ATS Consulting + Training GmbH unterstützt mittelständische Betriebe, Handwerksbetriebe und Logistikunternehmen dabei, UVV-Prüfprozesse rechtssicher aufzusetzen, befähigte Personen zu qualifizieren und die Dokumentation so zu gestalten, dass sie vor jeder Betriebsprüfung standhält.

Vereinbaren Sie jetzt Ihr unverbindliches Erstgespräch mit ATS Consulting + Training GmbH und klären Sie, wo in Ihrem Betrieb die größten Prüfpflichten und Haftungsrisiken liegen.

Häufig gestellte Fragen

Ist die UVV-Prüfung für Unternehmer gesetzlich verpflichtend?

Ja, die UVV-Prüfung ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Pflicht ergibt sich aus dem Arbeitsschutzgesetz, der Betriebssicherheitsverordnung sowie den DGUV Vorschriften, insbesondere DGUV Vorschrift 70 für Fahrzeuge. Als Unternehmer tragen Sie die Halterverantwortung für alle eingesetzten Arbeitsmittel und Fahrzeuge. Wer Prüfungen versäumt, riskiert Bußgelder, den Verlust des Versicherungsschutzes im Schadensfall und im Extremfall strafrechtliche Konsequenzen.

Was muss nach UVV geprüft werden?

Geprüft werden müssen alle betrieblich genutzten Fahrzeuge und Arbeitsmittel, darunter Pkw, Lkw, Anhänger, Flurförderzeuge wie Gabelstapler sowie kraftbetriebene Arbeitsmittel. Die UVV Prüfung Checkliste umfasst Sichtprüfung, Funktionsprüfung sicherheitsrelevanter Systeme wie Bremsen und Beleuchtung sowie die Prüfung von Sicherheitseinrichtungen. Welche Betriebsmittel konkret geprüft werden müssen, richtet sich nach den anwendbaren DGUV Vorschriften und dem DGUV Grundsatz 314-003.

Wie oft muss eine UVV-Prüfung durchgeführt werden?

Die Prüffristen richten sich nach dem jeweiligen Betriebsmittel und der geltenden DGUV Vorschrift. Fahrzeuge nach DGUV Vorschrift 70 werden in der Regel jährlich geprüft. Flurförderzeuge erfordern nach DGUV Grundsatz 314-003 ebenfalls mindestens eine jährliche Prüfung, bei intensivem Einsatz auch kürzere Prüfzyklen. Der Unternehmer kann auf Basis einer Gefährdungsbeurteilung abweichende Wartungsintervalle festlegen, sofern er dies dokumentiert.

Wer darf die UVV-Prüfung im Betrieb durchführen?

Die Prüfung darf nur eine befähigte Person durchführen. Eine befähigte Person im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung verfügt über eine abgeschlossene Berufsausbildung, einschlägige Berufserfahrung und aktuelle Fachkenntnisse zum jeweiligen Prüfgegenstand. Ein interner Sicherheitsbeauftragter erfüllt diese Anforderungen nicht automatisch. Unternehmen können die Prüfung rechtssicher an externe Sachkundige delegieren.

Welche Konsequenzen drohen bei versäumten UVV-Prüfungen?

Versäumte UVV-Prüfungen können empfindliche Bußgelder durch Gewerbeaufsicht oder Berufsgenossenschaft nach sich ziehen. Schwerwiegender ist der drohende Verlust des Versicherungsschutzes: Ereignet sich ein Unfall mit einem nicht fristgerecht geprüften Fahrzeug oder Betriebsmittel, kann die Berufsgenossenschaft Regress beim Unternehmer nehmen. Hinzu kommt ein erhöhtes Haftungsrisiko bei Personen- oder Sachschäden sowie mögliche strafrechtliche Konsequenzen wegen Fahrlässigkeit.

Was kostet eine UVV-Prüfung für Unternehmen?

Die UVV Prüfung Kosten hängen von der Anzahl der Fahrzeuge und Betriebsmittel, dem Prüfaufwand je Fahrzeugtyp sowie dem beauftragten Dienstleister ab. Für ein konkretes Angebot, das zu Ihrer Flottengröße und Ihrem Betrieb passt, empfiehlt sich ein direktes Gespräch mit einem Prüfdienstleister.

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